Warum Hämorrhoiden vermehrt in der kalten Jahreszeit auftreten

Vor allem in der kalten Jahreshälfte klagen viele Menschen vermehrt über Enddarmprobleme. Kein Wunder, denn üppige Speisen überladen Magen und Darm – und statt eines Verdauungsspaziergangs bei frostiger Witterung lockt das gemütliche Sofa. Mangelnde Bewegung und „leere“ Kohlenhydrate können wiederum Verstopfung auslösen. Diese verursacht nicht nur ein belastendes Völlegefühl. Trockener Stuhlgang führt oft zu übermäßigem Pressen auf der Toilette, was einen starken Druck auf den Darmausgang ausübt. Hierdurch kann sich das Blut in den Hämorrhoiden stauen und nicht mehr ungestört abfließen. Ist zusätzlich eine Neigung zu Bindegewebsschwäche vorhanden, kann dieser Effekt verstärkt werden. Was Hämorrhoiden sind, was sie begünstigt und wer anfällig dafür ist, erklärt das Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de unter rgz24.de/Haemorrhoiden.

 

Hämorrhoiden frühzeitig behandeln
Probleme mit dem Enddarm sollte man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Beschwerden durch vergrößerte Hämorrhoiden sollte man deshalb bereits im frühen Erkrankungsstadium medikamentös behandeln. In späteren Stadien können dauerhaft auftretende Vorwölbungen meist nur noch durch einen ärztlichen Eingriff beseitigt werden. Zur Akuttherapie bei Schmerzen und Juckreiz empfehlen sich rezeptfreie schmerz- und juckreizstillende Salben oder Zäpfchen wie „Posterisan akut“ mit dem Wirkstoff Lidocain. Patienten, die häufiger unter Beschwerden leiden, können beispielsweise mit „Posterisan protect“ leichtere Beschwerden lindern und die beschwerdefreie Zeit verlängern.

 

Stress für die Analhaut
Nicht immer sind Hämorrhoiden der Grund für Befindlichkeitsstörungen im Analbereich. Auch andere anale Erkrankungen wie Analthrombosen, Analfissuren und Analekzeme können für Beschwerden wie Jucken, Schmerzen und Bluten verantwortlich sein. Zudem ist die Haut der Analregion sehr empfindlich und es kommt leicht zu Reizungen, Verletzungen und Entzündungen. Der Selbsttest unter haemorriden.net kann die Diagnose erleichtern – bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollte man dringend den Arzt aufsuchen. (djd).

 

Sportlich gegen Hämorrhoiden
Bewegung hält den Darm in Schwung, beugt Übergewicht vor und ist ein wichtiges Element in der Hämorrhoiden-Prävention. Zum Beispiel Wandern, Gymnastik und Schwimmen sind geeignete Sportarten für Menschen mit Hang zu Hämorrhoiden.  Radfahren auf einem harten Sattel löst die Erkrankung übrigens nicht aus, sondern ist ein gutes Training für das Bindegewebe. Selbst im Sitzen am Schreibtisch kann trainiert werden: Durch wiederholtes Anspannen des Schließmuskels. Joggen, Tennis und Ballsportarten belasten den Beckenboden dagegen übermäßig und erhöhen den Druck auf den Darmausgang. (djd).

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.