Für die Enkel fit bleiben

Gemütlich auf dem Sofa sitzen und dem Enkelkind ein Buch vorlesen, gemeinsam einen Schneemann bauen, im Hallenbad mit den Kleinen herumplanschen oder im Kino den neuesten Zeichentrickfilm anschauen: Viele Großeltern genießen es, Zeit mit ihren Enkeln zu verbringen. Sie springen ein, wenn Mama und Papa Termine haben und fahren mit den Kindern auch mal in den Urlaub. Großeltern von heute fühlen sich oft jünger als sie tatsächlich sind und sind aktiver als viele Generationen vor ihnen. Doch trotz aller Vitalität kann die Unternehmungslust plötzlich eingeschränkt werden – etwa dann, wenn die Sehkraft nachlässt.

 

Premiumlinsen für klares Sehen

Man bemerkt ein vermindertes Kontrastsehen, sieht beim Vorlesen plötzlich die Buchstaben verschwommen oder reagiert beim Autofahren empfindlich auf Blendungen entgegenkommender Autos: Ursachen dieser Sehprobleme sind oft die sogenannte Alterssichtigkeit oder auch der Graue Star – eine der häufigsten Augenkrankheiten im Alter, bei der sich die Augenlinse eintrübt. Betroffene haben oft das Gefühl durch einen Schleier zu blicken. Durch eine Operation lässt sich das Sehvermögen wieder deutlich verbessern. Eine Therapie mit Medikamenten hingegen gibt es nicht. Alterssichtigkeit und Grauer Star können beispielsweise gleichzeitig mit der Implantation neuartiger Kunstlinsen wie der „Tecnis Symfony“ IOL behoben werden. Diese Premiumlinsen bieten einen erweiterten Sehbereich und ein kontrastreiches Sehen in allen Bereichen und auch unter schwierigen Lichtverhältnissen. Auch der Zwischenbereich, etwa der typische Abstand zum Computer, ist dabei abgedeckt. So können Betroffene nach der Implantation den Alltag meist wieder ohne Brille und Seheinschränkungen genießen – und fit für die Unternehmungen mit den Enkeln sein. Wie die Operation des Grauen Stars verläuft, erläutert das Verbraucherportal Ratgeberzentrale unter www.rgz24.de/katarakt.

 

Beratung beim Augenarzt

Sogenannte Multifokallinsen ermöglichen zwar ebenso ein gutes Sehen in der Ferne und der Nähe, jedoch nicht immer im Zwischenbereich. Zudem sollen mit der neuen Technologie mögliche Nebeneffekte klassischer Multifokallinsen wie etwa das Wahrnehmen von Lichtringen minimiert werden. Detaillierte Informationen gibt es unter www.patienteninfo-abbott.de. Bei einer gründlichen Augenarztuntersuchung kann man abklären, ob diese Premiumlinse, die auch in torischen Modellen für die Korrektur von Hornhautverkrümmung erhältlich ist, für einen persönlich geeignet ist. (djd).

 

Verschiedene Linsenmodelle

(djd). Patienten stehen bei einer Operation des Grauen Stars verschiedene Linsenmodelle zur Auswahl. Einstärkenlinsen etwa sind nur auf einen Entfernungsbereich ausgelegt und daher nicht in der Lage, das Auge auf die Nähe und Ferne scharf einzustellen. Die jeweils fehlende Akkomodationsleistung muss durch eine Brille ausgeglichen werden. Herkömmliche Multifokallinsen wiederum verteilen das Licht auf verschiedene Brennpunkte. Dies kann häufig zu störenden Lichterscheinungen führen. Bei den neuartigen Premiumlinsen wie etwa der „Tecnis Symfony“ IOL hingegen erhält jeder Sehbereich den gleichen hohen Anteil an Licht – das ermöglicht ein kontinuierliches Sehen von nah bis fern. Infos: www.patienteninfo-abbott.de

 

Sehbehindert – und trotzdem sicher unterwegs

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Wenn für sehbehinderte Menschen Konturen ineinander verschwimmen und Details nicht mehr zu erkennen sind, ist das oft die Folge einer verminderten Kontrastwahrnehmung. Besonders bei ähnlichen Farben oder Helligkeiten wird es dann sehr schwer, sich zu orientieren: Wo beginnt die Treppe, wo ist der Handlauf, wo die Waggontür beim Zug, wo die aus dem Sandweg hervorstehende Baumwurzel?

 

Brillen mit speziellen Filtergläsern

Prinzipiell lässt sich die Wahrnehmung von Kontrasten auf zwei Arten verbessern: Zum einen durch eine gezielte Farbgestaltung im privaten und öffentlichen Raum – also beispielsweise Treppenstufenmarkierungen, farblich abgesetzte Geländer, auffällige Kantsteine etc. Hierfür macht sich unter anderem der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) stark, der den Sehbehindertentag 2016 am 6. Juni deshalb auch unter das Motto „Kontraste“ gestellt hat.

 

Zum anderen können optische Hilfsmittel wie Brillen mit speziellen Filtergläsern Abstufungen besser sichtbar machen und so die Orientierung auch dort erleichtern, wo es keine bewusste Raumgestaltung gibt, etwa in der Natur oder auf Reisen. Mehr Informationen dazu gibt es auch unter sehbehindertenspezialist.de und unter Ratgeberzentrale.de. Das bessere Kontrastsehen wird bei diesen Brillen durch sogenannte Kanten- oder Comfortfilter erreicht, zum Beispiel aus der „LifeLine“-Serie von Schweizer Optik.

 

Die Brillen filtern aus dem Spektrum des sichtbaren Lichts die kurzwellige blaue Strahlung ganz oder teilweise heraus. Denn Blaulicht wird im Auge besonders stark gestreut, so dass es das Bild auf der Netzhaut diffus überlagern und damit verschwimmen lassen kann. Außerdem verursacht es eine stärkere Blendung.

 

Fachliche Beratung nutzen

Solche Filter können bei vielen häufigen, mit verschlechtertem Kontrastsehen verbundenen Augenerkrankungen wie der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) oder dem Grauen Star eine große Hilfe sein.  Sie schützen außerdem die Augen vor weiterer Schädigung durch aggressives Blau- und UV-Licht. Es gibt ein großes Angebot an verschiedenen Filtern und Modellen. Für Auswahl und Anpassung sollte man sich bei einem zertifizierten „LowVision“-Optiker ausführlich beraten lassen. (djd).

 

Wie funktionieren Kanten- und Comfortfilter?

(djd). Unsere Augen können Licht mit Wellenlängen von ca. 400 bis 780 Nanometern sehen, Blaulicht liegt im Bereich zwischen etwa 400 bis 500 Nanometern. Kantenfilter blocken Lichtwellen bis zu einer bestimmten Wellenlänge – etwa 400, 450 oder 511 Nanometern – komplett ab.  Dadurch werden die Kontraste geschärft, aber auch die Farben verändert, was die Fahrtüchtigkeit einschränken kann. Comfortfilter lassen dagegen gerade eben genug Blaulicht für einen natürlichen Farbeindruck durch. Unter www.sehbehindertenspezialist.de gibt es mehr Informationen zu diesem Thema.